Burn-Out

Ausrede oder Krankheit?

Das Burnout-Syndrom ist seit Jahren –wenn nicht Jahrzehnten- in aller Munde und macht im Moment noch keine Anstalten zu verschwinden! Angeblich sind im Moment jeder Vierte der deutschen Bevölkerung mit schweren und 30% mit mittelschweren Symptomen belastet. Ein Lied von Johann König „ Ich hab Burnout“ verdeutlicht humorvoll die Zweischneidigkeit des Syndroms: Wegen der Häufigkeit kommt es auf der einen Seite immer wieder vor, es nicht ernst zu nehmen und als Ausrede, nicht arbeiten zu können, abzuwerten. Auf der anderen Seite haben die Betroffenen eine hohe psychische Belastung, die auch körperliche Beschwerden zur Folge haben können.

In den International Classifications of Deseases (ICD 10) gibt es keine eigene Klassifikation des Syndroms als eine spezifische Krankheit. Es gilt „lediglich“ nach dem Kapitel XXI unter dem Abschnitt Z (also fast ganz hinten) als ein Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und wird mit dem Zusatzdiagnoseschlüssel Z73.0 als Ausgebranntsein und Zustand der totalen Erschöpfung beschrieben.
So gesehen wird das Syndrom eher als leicht behebbare Erscheinung eines „nur“ belasteten Lebens gewertet. Die Betroffenen „müssen“ sich nur ausruhen, dann wird das schon wieder.
Andererseits gibt es in der ICD 10 aber auch Krankheitsbilder, die als Ergebnis oder eigenständiges Symptom eines Burnout-Syndroms klassifiziert werden, so dass es schon als sehr nah an die „Definition“ einer Krankheit herankommt. Burnout ist ein Ausschlusskriterium für eine Neurasthenie (Erschöpfungssyndrom, ICD 10-F48.0), was soviel heißt wie: wenn es noch Burnout ist, ist es noch keine Krankheit. Andererseits gibt es die Diagnose Depersonalisierung ( F48.1), die als ein mögliches Symptom des Burnouts betrachtet wird, was wiederum den Burnout als Krankheit einstuft, wenn Depersonalisierung vorliegt.

Nach Dr Manfred Nelting, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Allgemeinmediziner und Homöopath, der sich seit Jahren mit der Thematik beschäftigt, ist der Burnout eine Krankheit, die fachgerechte Behandlung erfordert.

Da schwerwiegende psychosomatische Beschwerden (körperliche Symptome ohne körperliche Ursachen) mit Burnout in Zusammenhang stehen können (wie große Rückenprobleme und Knochenbrüche, Herzinfarkt, Hörsturz, Tinnitus, Magengeschwür, Lungen- auch Nierenentzündung), ist m.E. erstens mit dem Burnout nicht zu spaßen und er zweitens so früh wie möglich als Krankheit zu behandeln, damit das Leben so schnell wie möglich wieder gesund gelebt werden kann.

Schon bei den ersten Anzeichen beginnt die Abwärtsspirale. Sie müssen deshalb auch als solche erkannt werden.
Wer sich z.B. im Beruf immer mehr belastet fühlt und keine Aussicht auf Entlastung sieht, dabei immer müder wird oder unzufriedener, sollte sich bereits zu diesem Zeitpunkt Hilfe suchen, um es gar nicht erst zu den Symptomen des Burnouts kommen zu lassen.

Vermieden werden können dadurch z.B:
-als emotionale Symptome:
verringerte emotionale Belastbarkeit, mechanisches „Funktionieren“, vermindertes Einfühlungsvermögen, Hang zur Nörgelei, Ungeduld, Intoleranz;
-als soziale Symptome:
Unfähigkeit sich auf Mitarbeiter, Kunden, Klienten,Schüler, Patienten einzulassen oder ihnen zuzuhören, Einstufung sozialer Kontakte als Belastung, Verschieben von Kunden- oder Klientenkontakten, häufigere Fehlzeiten am Arbeitsplatz (z.B. Krankschreibungen),
-als intellektuelle Symptome
Konzentrationsstörungen, Neigung zu Tagträumen,
Unproduktivität, Gedächtnisschwäche, Gefühl der Überforderung – vor allem bei komplexen Aufgaben oder Veränderungen, mangelnde Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen,
-als körperlich Symotome:
Schlafstörungen, Alpträume, Müdigkeit, Erschöpfung, Energiemangel, vermehrtem Griff zu Aufputschmitteln, Hilfs- oder Verdrängungsmitteln (z. B. erhöhter oder gar exzessiver Konsum von Koffein, Nikotin, Alkohol der anderer stimulierender Drogen; erhöhte Einnahme on Medikamenten), Verspannungen, v. a. Hals- und Schultermuskulatur, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen

Der Mensch ist nicht nur sein Körper oder Geist. Er ist viel mehr. Seele oder Psyche und eigene Schwingungen gehören auch zu ihm. Wenn das Ganze nicht im Einklang ist und ein Bereich Defizite vermeldet, ist der Mensch nicht wirklich gesund.
Das Burnout- Syndrom liegt auf der psychischen Ebene und betrifft damit einen Bereich, der die gesundheitliche Ausgeglichenheit ins Wanken bringt. Für mich handelt es sich dabei eindeutig um eine Krankheit. Wer meint, Burnout sei eine Ausrede, verkennt das große Gewicht unserer Psyche innerhalb unserer Gesundheit.

5A-Quantenheilung hilft aufmerksamer mit sich und belastenden Situationen zu werden, dem Burnout vorzubeugen oder auch ihn zu heilen. Stimmungen und negative Reaktionen des vegetativen Nervensystems werden harmonisiert.

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Anschwung für das neue Jahr !!!

Viel Liebe und viel Glück!!! Am 19. und 20.Januar findet das „rockige“ Seminar zum bewussten Gestalten des neuen …

Ich wünsche Euch alles Gute zum 2. Advent!

Adventsgruß

Ich wünsche Euch allen einen schönen 2. Adventssonntag!